ZDB-Präsident Loewenstein beim Kongress „Flüchtlinge und die deutsche Wirtschaft – Herausforderungen und Chancen“ der CDU/CSU-Bundestagsfraktion

Stuck-Europameister Valmir Dobruna unterstreicht die Notwendigkeit von Sprachförderung der nach Deutschland geflüchteten Menschen.

Beim Kongress der CDU/CSU-Bundestagsfraktion am 22.06.2016 war das deutsche Baugewerbe hochrangig vertreten: Dr.-Ing. Hans-Hartwig Loewenstein saß neben dem Fraktionsvorsitzenden der CDU/CSU, Volker Kauder, Kanzleramtsminister Peter Altmaier sowie BDA-Präsident Ingo Kramer auf dem Podium, um über Forderungen der Wirtschaft an die Politik zur Integration der rund einer Million Flüchtlinge zu diskutieren.

Loewenstein bekräftigte dabei, dass die deutsche Bauwirtschaft aufgrund ihrer Entwicklung in den letzten zwanzig Jahren nicht in der Lage ist, nicht-qualifizierte Beschäftigte in hoher Zahl aufzunehmen. Aufgrund der hohen technischen Anforderungen an die Bauwerke (Stichwort: Energieeffizienz), aber auch des Maschineneinsatzes ist die Beherrschung der deutschen Sprache für eine Ausbildung zwingend erforderlich. Ohnehin brauche die Bauwirtschaft hoch qualifizierte und gut ausgebildete Fachkräfte. Daher erteilte er auch der von anderen Branchen in die Diskussion gebrachte Forderung nach Teilqualifizierungen eine Absage. Darüber hinaus beklagte Loewenstein die neuen bürokratischen Auflagen durch das geplante Integrationsgesetz, wenn Betriebe junge Flüchtlinge beschäftigen wollen.

Stuck-Europameister Valmir Dobruna, der selbst als Vierjähriger mit seinen Eltern aus dem Kosovo nach Deutschland geflohen und heute nicht nur Europameister und Stuckateurmeister, sondern selbstständiger Unternehmer ist, unterstrich ebenfalls die Notwendigkeit, die deutsche Sprache zu beherrschen. Wer Ehrgeiz, Fleiß und Zielstrebigkeit mitbringe, dem stünden in der Bauwirtschaft die Türen offen, ist er sich sicher.

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