Saisonüblicher Start ins Baujahr 2015

Die Unternehmen schätzen die Geschäftslage im Wohnungsbau und Wirtschaftsbau im Februar 2015 überwiegend als gut ein.

Das ergibt die monatliche Umfrage des Zentralverbandes des Deutschen Baugewerbes unter seinen Mitgliedsunternehmen. Allerdings war die Beurteilung im Vorjahr deutlich besser, obwohl die Witterungssituation vergleichbar ist. Entscheidend dürfte hierbei die unterschiedliche Bewertung der Auftragslage sein. So werden die Auftragsbestände selbst im Wohnungsbau zu Beginn 2015 überwiegend als zu klein beurteilt. Die Meldungen über große Auftragsbestände sind im Wohnungsbau und Wirtschaftsbau in der Minderheit.


Im öffentlichen Hochbau setzt sich die unbefriedigende Lagebeurteilung aus dem Vorjahr fort. Die Nachfrage wird hier als weiter rückläufig und die Auftragsbestände als zu klein eingestuft. Auch im Straßenbau und sonstigen Tiefbau werden die Auftragsbestände als zu klein bewertet. Allerdings ist das im Bereich Tiefbau weitgehend saisontypisch.

Die Auftragsbestände werden im Tiefbau mit knapp zwei Monaten angegeben, was etwa dem Vorjahreswert entspricht. Im Hochbau werden gut zwei Monate gemeldet, was unter dem Vorjahreswert von 2,5 Monaten liegt.

Die Geräteauslastung lag im Hochbau mit 57 % um 5%-Punkte unterhalb des Vorjahresmonates, im Tiefbau bei gut 50 % auf Vorjahresniveau.

Angesichts der niedrigen Geräteauslastung und insgesamt als zu klein eingestuften Auftragsbeständen sind die Erwartungen an die Baupreisentwicklung auch sehr verhalten. Offensichtlich wird aber erwartet, dass die Auftraggeber in der nächsten Zeit wieder mehr Aufträge auslösen, denn die Geschäfts- und Auftragsentwicklung wird für die nächsten Monate zunehmend eingeschätzt.

Die Unternehmen halten sich auch nicht mit Investitionen zurück, wobei überwiegend über Ersatzbeschaffung berichtet wird. Ein anhaltendes Problem scheint in 2015 der Fachkräftemangel zu bleiben.