Der Anteil von Neubaumaßnahmen im Wohungsbau liegt bei 26 Prozent.

Das DIW hat die Strukturdaten zur Produktion und Beschäftigung im Baugewerbe für das Jahr 2012 veröffentlicht. Im Wohnungsbau beträgt das Bauvolumen im Neubau ca. ein Viertel, der überwiegende Anteil sind Modernisierungs- und Instandhaltungsmaßnahmen im Bestand.

Nach Ermittlungen des DIW liegt der Anteil der Neubaumaßnahmen am Bauvolumen in 2012 bei 44,3 Mrd. €. Im Bestand wurden demgegenüber 127,18 Mrd. € umgesetzt. 74% aller Wohnungsbaumaßnahmen werden damit über Modernisierungs- und Instandhaltungsmaßnahmen erbracht.
Innerhalb dieser Bestandsmaßnahmen entfällt der Großteil auf Teilmodernisierungen (70%). Offensichtlich entschließt sich ein Großteil der Investoren – Selbstnutzer, private Kleinanbieter und professionelle Anbieter – eher zu einer sukzessiven Ertüchtigung der Bausubstanz. Immerhin 19% der Bestandsmaßnahmen entfallen nach den Ermittlungen des DIW auf einfache Instandhaltungen. Aufträge für Vollmodernisierungen kommen demgegenüber nur 11%.

Um die energiepolitischen Ziele der Bundesregierung umzusetzen, wie den Wärmebedarf bis 2020 um 20% zu reduzieren, müssen in erheblichem Maße energetische Modernisierungen umgesetzt werden. Diese erreichen nach den Ermittlungen des DIW rund ein Fünftel (52 Mrd. €) des gesamten Bauvolumens im Hochbau. Gut 37 Mrd. € entfielen dabei auf Wohngebäude, 15 Mrd. € auf Nichtwohngebäude.

Quelle: DIW Strukturdaten zur Produktion und Beschäftigung im Baugewerbe; Berechnungen für das Jahr 2012