Mitarbeiterwohnungen: Baugewerbe begrüßt steuerliche Erleichterung

Zum gestrigen Beschluss des Bundeskabinetts, die verbilligte Vermietung von Wohnungen durch Arbeitgeber an Arbeitnehmer zu erleichtern, erklärt Felix Pakleppa, Hauptgeschäftsführer des Zentralverbands Deutsches Baugewerbe (ZDB): „Die Initiative der Bundesregierung, das Mitarbeiterwohnen zu erleichtern, ist richtig und wird mit dazu beitragen, die angespannte Lage am Wohnungsmarkt zu entlasten.

Die Maßnahme wird helfen, das Angebot an bezahlbaren Wohnungen zu vergrößern. Unternehmen werden durch die steuerliche Entlastung verstärkt in neuen Wohnraum investieren. Es sind genau solche Investitionsanreize, die wir in der derzeitigen Lage brauchen, um den Wohnungsbau wirksam voranzubringen.

Noch Ende der 1970er-Jahre gab es schätzungsweise 450.000 bezahlbare so genannte Werkswohnungen. Heute hat sich die private Wirtschaft aus dem Feld fast vollständig zurückgezogen. Dabei können Mitarbeiterwohnungen ein Modell sein, dass gerade Menschen mit kleineren und mittleren Einkommen hilft, angemessenen Wohnraum zu finden.

Das Modell der Mitarbeiterwohnungen hat einen weiteren Vorteil: Wenn Unternehmen auf betriebseigenen Grundstücken bauen, die nicht mehr für den Geschäftsbetrieb erforderlich sind, brauchen sie kein zusätzliches Bauland – was ja einer der großen Engpassfaktoren im Wohnungsbau ist. Neben der Möglichkeit, sich so als attraktiver Arbeitgeber auf dem hart umkämpften Markt um qualifizierte Fachkräfte zu positionieren, sind die Mitarbeiterwohnungen also einer von vielen wirksamen Hebeln, um der angespannten Lage auf dem Wohnungsmarkt Herr zu werden."