100 Mrd. € Umsatzerwartung 2015 im Bauhauptgewerbe

Die Bauwirtschaft erwartet für 2015 erstmals seit dem Jahr 2000 wieder einen Umsatz oberhalb der 100 Mrd.-Euro-Marke. Von 1995 bis 2005 hatte die Branche einen Anpassungsprozess zu bewältigen, in dem die Zahl der Arbeitsplätze sich von ca. 1, 4 Mio. Beschäftigten auf ca. 0,7 Mio. Beschäftigte etwa halbiert hatte.

Der seit drei Jahren aus dem Koma erwachte Wohnungsbau wird auch weiter die Stütze der positiven Gesamtumsatzentwicklung sein. Dabei sind die ansteigend hohen Zuwanderungssalden (für 2015 wird wieder mit einem Plus von über 400.000 Personen gerechnet) und eine positive Einkommensentwicklung bei gleichzeitig anhaltend niedrigen Finanzierungskosten die wesentlichen stützenden Rahmenbedingungen. Die Investitionen in Wohnungen im Mehrfamilienhausbau werden dabei diejenigen in Einfamilienhäuser übertreffen. Der Umsatz in dieser Sparte wird im laufenden Jahr um 3,0 Prozent auf 36,8 Milliarden Euro steigen.

Auf Augenhöhe mit dem Wohnungsbau wird das Umsatzniveau im Wirtschaftsbau erwartet. Aus heutiger Sicht wird es allerdings nur ein nominales Umsatzplus von 1,5 Prozent auf 36,3 Milliarden geben. Entscheidend hierbei sind die verhaltenen Erwartungen an die Konjunkturentwicklung insgesamt.

Für den öffentlichen Bau – die dritte Sparte im Bauhauptgewerbe – wird mit einer schmal positiven Entwicklung von +1% auf knapp 28 Mrd. € gerechnet. Die Investitionsimpulse der öffentlichen Hand fallen angesichts der unübersehbaren Investitionsrückstände insbesondere im Straßen – und Brückenbau zu niedrig aus.