Halbjahresbilanz 2016: Wohnungsbau bleibt Wachstumstreiber

Der Umsatz liegt mit ca. 17,5 Mrd. € im ersten Halbjahr um 11 % über dem Vorjahresniveau. Ein Abbruch der dynamischen Entwicklung zeichnet sich nicht ab, die Auftragseingänge liegen um 20 % über dem Vorjahresniveau.

Mit nahezu 180.000 WE wurden zudem ca. 41.000 WE (+30 %) mehr genehmigt, als vor Jahresfrist (Wohngebäude; Neu- und Umbau). Besonders dynamisch nahmen die Umbauten, mit +40 % zu. Gerade in Ballungsräumen, wo preiswerter Wohnraum knapp ist, kommt Umbauten eine wachsende Bedeutung zu. Einige Großstädte praktizieren mittlerweile Aufstockungen an vorhandenen Gebäuden.

Im Bereich Neubau spiegelt sich die große Nachfrage in den Ballungsräumen nach Wohnungen in Mehrfamilienhäusern (+31 %) und Wohnheimen (+176 %) wieder. Etwas verhaltener ist der „Ansturm“ auf Ein- und Zweifamilienhäuser mit +13 %. Der deutliche Zuwachs bei den Wohnheimen liegt einerseits an der niedrigen Ausgangsbasis. Ein Teil der Wohnheime wird auch zur Unterbringung von Flüchtlingen genutzt werden.

Die Finanzierungsbedingungen für Wohnimmobilien bleiben insgesamt günstig. Angesichts der seit 2010 stattfindenden Preisentwicklung bei Immobilien– anders als bei den reinen Bauleistungen - relativieren sich die günstigen Finanzierungsbedingungen in wachsendem Maße. Zudem wirft die seit März geltende Wohnimmobilienkreditrichtlinie ihre Schatten. Einige Kreditinstitute konstatieren eine verhaltenere Kreditvergabe; (siehe auch Pressemitteilung ZDB vom 22. Juli 2016).

Das prognostizierte solide Wachstum im Wohnungsbau von +5 % für das Jahr 2016 wird klar erreicht werden.