Der zusätzliche Bedarf an weitestgehend barrierefreien Wohnungen erhöht sich bis 2030 um mindestens 2,9 Millionen Wohnungen

Um diese Versorgungslücke zu schließen, müssen jährlich rund 190.000 altengerechte Wohnungseinheiten geschaffen werden.

In Deutschland gibt es gegenwärtig ca. 18,5 Millionen Gebäude mit 39,2 Millionen Wohnungen. Von diesen Wohnungen befinden sich rund 53 % in mehrgeschossigen Wohnbauten. Rund 55 % aller Wohnungen sind gegenwärtig vermietet.
Nach aktuellen Veröffentlichungen des statistischen Bundesamtes gehören in Deutschland 17 Millionen Personen (21 % der Bevölkerung) zur Generation 65+. Diese Personen leben zurzeit in rund 12 Millionen Seniorenhaushalten, von denen etwa 2,7 Millionen Mobilitätseinschränkungen unterliegen. Schon heute ist ein Fehlbedarf von rund 2 Millionen weitestgehend barrierefreien, also altersgerechten Wohnungseinheiten festzustellen.

Allein bis zum Jahr 2030 werden die Seniorenhaushalte (65+) um weitere 3,6 Millionen ansteigen und weitere 0,9 Millionen werden mit Mobilitätseinschränkungen nach altersgerechten Wohnungen suchen.

Der zusätzliche Bedarf an weitestgehend barrierefreien Wohnungen bis 2030 liegt damit für diese Zielgruppe bei minimal 2,9 Millionen Wohnungen. Um diese Versorgungslücke zu schließen, müssen jährlich rund 190.000 altengerechte Wohnungseinheiten geschaffen werden.

(Quelle: Studie „Bestandsersatz 2.0 – Potentiale und Chancen“ http://www.dgfm.de/uploads/media/Studie-Bestandsersatz-2-0_2016-02-29.pdf)