Nach den Daten des Statistischen Bundesamtes wurden im Jahr 2014 insgesamt 245.325 Wohneinheiten (WE) errichtet.

Hierbei sind alle Baumaßnahmen im Neubau und Bestand im Wohn- und Nichtwohnungsbau berücksichtigt. Dies entspricht einem Zuwachs um 30.508 WE (+14,2 %) gegenüber 2013. Der Anstieg fiel damit deutlich höher aus als in den letzten Jahren.

Im Jahr 2009 wurde mit 158.987 Wohneinheiten das niedrigste Fertigstellungsniveau seit der Wiedervereinigung markiert. Nimmt man das Jahr 2010 zur Basis, sind die Wohnungsfertigstellungen innerhalb von vier Jahren um mehr als 50 % gestiegen; (siehe Anlage 1 Tabelle). Die Fertigstellungen lagen damit in 2014 weiter unter dem benötigten Gesamtsoll, das vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit (BMUB) aktuell mit ca. 270.000 WE beziffert wird.

Wie bereits in den Vorjahren zeigt sich in 2014 ein deutliches Delta zwischen den erteilten Baugenehmigungen und Baufertigstellungen (ca. 40.000 WE). Seit 2010 hat sich ein „Überschuss“ an Baugenehmigungen in Höhe von ca. 210.000 WE aufgebaut, nahezu 90 % der Jahresproduktion von 2014. (siehe Anlage 2) Und der Zustrom an Genehmigungen hält weiter an. So wurden bis April 2015 insgesamt ca. 89.000 WE im Neubau und Bestand im Wohn- und Nichtwohnungsbau genehmigt, ca. 1.500 WE mehr als vor Jahresfrist.

Die Bauverbände hatten für 2014, angesichts der Entwicklung bei den Baugenehmigungen in den beiden Vorjahren mit ca. 215.000 Wohneinheiten in neuen Wohngebäuden gerechnet. Tatsächlich sind es in 2014 gut 216.000 WE geworden; (siehe Anlage 2). Für 2015 haben ZDB und HDB in ihrer gemeinsamen Prognose ca. 225.000 WE in neuen Wohngebäuden veranschlagt.

Deutliche Zuwächse im Bereich neu errichteter Wohngebäude verzeichnen wiederum Wohnungen in Mehrfamilienhäuser mit +28 % und Eigentumswohnungen mit +26 %. Hier spiegelt sich die Marktlage wieder: Das günstige Finanzierungsumfeld, die Situation auf den Anlagemärkten animieren zu Investitionen in Eigentumswohnungen. Der Mietwohnungsbau hat zwischenzeitlich auf die Knappheiten insbesondere in Ballungsräumen reagiert und angezogen. Die Errichtung von Wohnungen in Einfamilienhäusern hat demgegenüber, wie prognostiziert, etwa stagniert (+3 %). Erstmalig in den 2000er Jahren wurden mehr Wohnungen in Mehrfamilienhäusern (ca. 101.000 WE) errichtet als in Einfamilienhäusern (ca. 88.000 WE)

Der Zuwachs bei Wohnungen in Wohnheimen verlief mit +14 % etwas moderater als in den Vorjahren. Allerdings war das Zubautempo in den letzten Jahren hier besonders hoch. Mit ca. 8.300 WE wurden in 2014 ca. fünfmal mehr Wohnungen gebaut als noch 2010.