Im Jahr 2015 waren 1.614 Betriebe im Bauhauptgewerbe insolvent

Seit 2001 gehen die Insolvenzen im Bauhauptgewerbe kontinuierlich zurück. Deren Anzahl hat sich im Zeitraum von 2001 bis 2015 von fast 5.000 um etwa 70 % auf ca. 1.600 reduziert.


Bild: Entwicklung Insolvenzen Bauhauptgewerbe

Im Jahr 2005 ist der ca. 10 Jahre dauernde Leistungsrückgang im Bauhauptgewerbe zum Anhalten gekommen. Seither stabilisiert sich insgesamt die wirtschaftliche Lage im Bauhauptgewerbe. Das ist zeitnah an der Entwicklung der Insolvenzen ablesbar.

Die Insolvenzquote (Anzahl der insolventen Unternehmen zur Anzahl aller Unternehmen) liegt in 2015 bei 2,0 %; in 2001 lag sie noch bei gut 6 %. Gleichwohl bleibt die Insolvenzanfälligkeit in dieser stark fragmentierten Branche bei dem anhaltend starken Preiswettbewerb hoch und im Branchenvergleich überdurchschnittlich. Tariftreue Unternehmen befinden sich zudem im Wettbewerb mit Schwarzarbeit. Aufgrund des hohen Anteils der Arbeitskosten an den Gesamtkosten verschafft sich ein Wettbewerber, der nicht die Tarifbestimmungen einhält, erhebliche Kostenvorteile im Preiswettbewerb gegenüber tariftreuen Bauunternehmen.