Wetter verregnet weiter die Leistungsbilanz im Bauhauptgewerbe

Konjunkturelle Entwicklung im Bauhauptgewerbe Mai 2013

Die Umsatzentwicklung im Mai hat nicht an die positive Entwicklung im April anknüpfen können. Mit 7,5 Mrd. € wurden ca. 500 Mio. € weniger umgesetzt als im Mai des Vorjahres (-6,4%). Witterungsbedingte Behinderungen zeichnen den bisherigen Jahresverlauf, sodass der Umsatz kumuliert mit 28,2 Mrd. € um 2 Mrd. € hinter dem Vorjahr zurück liegt. Damit bleibt der kumulierte Rückstand der Umsatzentwicklung bei -6,4% erhalten.
Im Mai 2013 stand ein Werktag weniger als im Vorjahr zur Verfügung. Der Mai 2013 war zudem der zweitnasseste seit 1881. Gegenüber dem Vorjahresmonat fiel die Leistung um ca. 4% geringer aus.

In den Bausparten zeichnet sich folgende Entwicklung ab:

Besonders deutlich fällt der Rückstand der Umsatzentwicklung im Wohnungsbau mit -8,1% aus. Die weiter gute Auftragslage konnte nicht in eine entsprechende Leistungserbringung umgesetzt werden. Kumuliert wurde ein Umsatz von 10,3 Mrd. € erreicht, etwa 600 Mio. € weniger als im Vorjahr. Dabei zeigen die Ordereingänge mit +8,4% im Mai weiter eine hohe Nachfrage an. Die Trenderwartungen für die kommenden Monate bleiben sehr positiv, weil auch die Rahmenbedingungen (Arbeitsmarkt, Hypothekenzinsen) günstig bleiben.

Die Frühindikatoren zeigen im Wirtschaftsbau noch keine nachhaltigen Bestätigungen für die von den Instituten nunmehr für das dritte Quartal erwartete Belebung der Wirtschaft an. Die Baugenehmigungen, bemessen nach umbautem Raum, für Fabrikgebäude liegen um 6%, die für Lagergebäude um ca. 11% zum Vorjahr zurück. Der Ordereingang zeigt demgegenüber in den letzten beiden Monaten jeweils ein Plus an. Kumulativ fehlen zum Vorjahr aber noch Bestellungen in Höhe von ca. 200 Mio. €.

Im Umsatz weist der Wirtschaftstiefbau mit einem Rückstand von nahe 8% einen noch deutlicheren Abstand zum Vorjahr auf als der Hochbau (-5,1%). Mit 10,8 Mrd. € liegt der Wirtschaftsbau nun insgesamt um ca. 700 Mio. € hinter dem Vorjahr zurück (-6,1%).

Die Umsatzentwicklung im öffentlichen Bau war im Mai ebenfalls negativ, lief aber mit ca. -4% noch am besten. Dabei konnte im Hochbau mit +3,5% sogar wiederum ein Plus erzielt werden. Ein Minus zum Vorjahr bleibt kumulativ gleichwohl immer noch (-2,4%). Die Talsohle, die nach dem Auslaufen der hochbaulastigen Konjunkturpakete erreichte wurde, ist durchschritten, dass zeigen besonders deutlich die Baugenehmigungen mit einem kumulativen Plus von nahe 50% an. Die öffentlichen Auftraggeber haben auch mehr geordert als im Vorjahr (+3,4%).

Der Umsatz im öffentlichen Tiefbau kommt leider weiterhin nicht in die Gänge. Kumulativ liegt der Umsatz hier um ca. 600 Mio. € zurück was einem Rückstand von nahe 10% entspricht. Angesichts der niedrigen Produktion im Tiefbau lassen hohe Auftragsbestände aus dem ersten Quartal, bei einem laufenden Ordereingang etwa auf Vorjahresniveau, eine Trendverbesserung in den kommenden Monaten erwarten.