Stark eingeschränkte Bautätigkeit aufgrund schlechter Witterung

Konjunkturbericht Januar 2013.

Anders als im Vorjahr waren die witterungsbedingten Behinderungen im Januar 2013 deutlich ausgeprägt. So konnten die im Vergleich zum Vorjahr höheren Auftragsbestände zum Jahresende 2012 in den Bausparten (Wohnungsbau +6%, Wirtschaftsbau +4% und öffentlicher Bau +11%) nicht für eine hohe Auslastung der Produktion sorgen. Bereits unsere Konjunkturumfrage (Schnellinfo) im Januar zeigte eine niedrige Geräteauslastung. Trotz eines rechnerisch mehr verfügbaren Werktages im Januar 2013 wurden deutlich weniger Stunden geleistet als im Vorjahr (-13,8%).
Der Umsatz im Bauhauptgewerbe insgesamt weist zum Vorjahr einen Rückstand um fast 11% auf. Dabei verfehlen der Wohnungsbau und der Wirtschaftsbau den Vorjahreswert jeweils um ca. 9%, der öffentliche Bau diesen um fast 16%. Der Umsatz im Bauhauptgewerbe insgesamt erreichte mit 3,9 Mrd. € ein Niveau etwas oberhalb des Jahres 2011. Das im Januar 2013 erreichte Umsatzniveau lässt noch keine Rückschlüsse auf die weitere Entwicklung im Jahresverlauf zu.

Für die Umsatzentwicklung in den kommenden Monaten ist von entscheidender Bedeutung, wie sich der Zustrom an Aufträgen entwickelt. Neben den relativ hohen Auftragsbeständen in den Bausparten ist es daher erfreulich, dass die Auftragseingänge nominal um 1,3% über dem Vorjahresniveau liegen (real -1,2%). Es kann daher erwartet werden, dass bei entsprechender Witterung die Produktion deutlicher anspringt. Zu berücksichtigen ist dabei allerdings, dass die gesamten Wintermonate im Jahresverlauf 2013 bis zum Ende März von deutlichen witterungsbedingten Behinderungen markiert waren. Insofern ist für den Februar und März noch keine Trendwende zu erwarten. Erst mit den Daten ab April kann die Umsatzprognose einer sinnvollen Verifizierung unterzogen werden. Derzeit halten wir die Umsatzprognose bei +2% (Wohnungsbau +3,5%, Wirtschaftsbau +1% und öffentlicher Bau +1,5%).

Die Order bei den öffentlichen Auftraggebern verzeichnen im Januar 2013 gegenüber dem Vorjahr einen Zuwachs von fast 11%, der vom Tiefbau getragen wird (+17,6%). Der Wohnungsbau weist einen Orderzuwachs von 3%. Im Wirtschaftsbau erreichen die Order allerdings nicht das Vorjahresniveau (-5,7%). (Wir sind im Wirtschaftsbau mit der Umsatzprognose auch nur verhalten reingegangen; s.o.)

Wie bereits in den Vorjahren halten die Unternehmen trotz witterungsbedingter Unterauslastung die Beschäftigung auf hohem Niveau (+1,35% zum Januar 2012)