3.680 Insolvenzen im Baugewerbe im Jahr 2013

Das Baugewerbe verzeichnet indes weiterhin die höchste Insolvenzquote unter den Hauptwirtschaftsbereichen, trotz des jüngsten deutlichen Rückgangs.

Die Jahre 1995 bis 2005 waren in der deutschen Bauwirtschaft von einem krisenbedingten Anpassungsprozess der Kapazitäten gekennzeichnet. So ging allein der Beschäftigtenstand im Bauhauptgewerbe zwischen 1995 bis 2005 auf 700.000 Beschäftigte zurück, was eine Halbierung des Niveaus darstellte. Umgekehrt stieg die Zahl der Insolvenzen im Baugewerbe insgesamt von 5.539 im Jahr 1995 auf 9.160 bis zum Jahr 2002 an. In den darauf folgenden Jahren blieb das Niveau bei über 8.500 stehen und sank erst in 2005 unter die Marke von 8.000.
Im Jahr 2005 ist der ca. 10 Jahre dauernde Leistungsrückgang im Bauhauptgewerbe zum Anhalten gekommen. Seither stabilisiert sich insgesamt die wirtschaftliche Lage im Baugewerbe, die Insolvenzen gehen kontinuierlich zurück.

Nach Ermittlungen von Creditreform waren in allen vier Hauptwirtschaftsbereichen in 2013 weniger Insolvenzen zu verzeichnen als im Vorjahr. Auch aufgrund der guten Baukonjunktur, ist die Zahl der Unternehmensinsolvenzen in der Baubranche am deutlichsten, nämlich um 11,1 Prozent, zurück gegangen. 2013 haben 3.680 Betriebe aus dem Bauhaupt- und Ausbaugewerbe Insolvenz anmelden müssen (Vorjahr: 4.140). Umfragen belegen allerdings immer wieder, dass hohe Außenstände im öffentlichen Bau weiterhin ein Ärgernis für die Branche sind.

Das Baugewerbe verzeichnet indes weiterhin die höchste Insolvenzquote unter den Hauptwirtschaftsbereichen, trotz des jüngsten deutlichen Rückgangs. Auf 10.000 Baubetriebe kommen immer noch 103 Insolvenzen (Vorjahr: 116). Deutlich stabiler aufgestellt ist z.B. das Verarbeitende Gewerbe mit 55 Insolvenzen je 10.000 Unternehmen.