Hohe Nachfrage im Wohnungsneubau hält an

ZDB-Präsident Reinhard Quast zu den Baugenehmigungen und zur Grundgesetzänderung

„Wir sehen seit einigen Jahren eine große Nachfrage im Wohnungsneubau. Die nun vorliegenden Zahlen für 2018 bestätigen den nachhaltigen Trend. Das gibt unseren Unternehmen Planungssicherheit für Investitionen und die weitere Neueinstellung von Beschäftigten“, kommentiert Reinhard Quast, Präsident des Zentralverbands Deutsches Baugewerbe (ZDB) die aktuellen Meldungen zu den Baugenehmigungen von Wohnungen in 2018.

Demnach wurden Bauanträge für fast 303.000 neue Wohnungen in Wohngebäuden genehmigt. Das waren gut 2.000 mehr als im Vorjahr. Dabei wurden für Wohnungen in Mehrfamilienhäusern gut 180.000 Genehmigungen erteilt, also gut 8.000 mehr als 2017. „Dies kennzeichnet die anhaltend hohe Nachfrage nach Wohnungen in Ballungsräumen. Die gute Beschäftigungssituation und der Run auf die Universitäts- und Hochschulstandorte schlagen sich hier nieder,“ so Quast weiter.

„Wichtig ist, dass wir im preiswerten Mietwohnungsbau vorankommen. Daher begrüßen wir ausdrücklich, dass heute auch der Bundesrat der Grundgesetzänderung zum Sozialen Wohnungsbau zugestimmt hat. Nun kann der Bund die Länder, wie im Koalitionsvertrag fixiert, weiter beim Bau von Sozialwohnungen unterstützen“, erläuterte der ZDB-Präsident abschließend.

Nach den Daten des Statistischen Bundesamtes wurden in 2018 inklusive Umbaumaßnahmen und Baumaßnahmen in Nichtwohngebäuden insgesamt Bauanträge für 374.292 Wohnungen genehmigt (2017: 348.128 Wohnungen). Die Differenz ist auf den leichten Rückgang bei den Ein-und Zweifamilienhäusern (ca. 2.370), bei Umbaumaßnahmen (ca. 3.500) und die Errichtung von Wohnheimen (ca. 3.600) zurückzuführen. Die Anträge für Wohnungen in Mehrfamilienhäusern (ca. +8.000) und in Nichtwohngebäuden (ca. +640) konnten das nicht ganz ausgleichen.