Erwartungen zum Jahresende saisontypisch verhalten

Auch im November haben die Mitgliedsunternehmen des Zentralverbandes des Deutschen Baugewerbes in der monatlichen Umfrage über eine gute Geschäftslage berichtet. Dieses Gesamturteil wird maßgeblich durch die Meldungen zum Wohnungsbau und Wirtschaftsbau geprägt. Im öffentlichen Bau fallen die Urteile zum Straßenbau differenziert aus. Unbefriedigende Urteile prägen hingegen den öffentlichen Hochbau.

Die Nachfrage wird den zweiten Monat infolge als eher rückläufig charakterisiert. Einzig im Wohnungsbau hält das hohe Niveau der Nachfrage an.
Die Bautätigkeit war im Vormonatsvergleich unverändert hoch ausgeprägt.

Die im letzten Monat noch zu beobachtende deutliche Steigerung bei der Geräteauslastung im Hochbau hat sich so nicht fortgesetzt. Mit knapp 70 % hat sich das Septemberniveau wieder eingestellt. Im Tiefbau hält die Geräteauslastung weiter bei knapp 70 %.

Die Auftragsbestände im Tiefbau zeigen über die letzten drei Monate eine leicht rückläufige Tendenz, stehen aber immer noch bei knapp 2 Monaten. Anders im Hochbau, wo die Auftragsbestände für 3 Monate reichen. Hier prägt der Wohnungsbau das Bild.

Die Investitionstätigkeit bleibt auf Ersatzbeschaffungen fokussiert, der Arbeitskräftemangel ist der bestimmende Behinderungsgrund der Bautätigkeit.

Die Erwartungen für die kommenden Monate werden zum Jahresende verhaltener beurteilt als die Geschäftslage. Dies ist eher saisontypisch. Im Vorjahresvergleich fallen die Erwartungen sogar etwas besser aus. Allerdings sehen die Unternehmen kaum Möglichkeiten, höhere Preise am Markt zu realisieren.