Die energetischen Anforderungen an Neubauten werden ab dem 1. Januar 2016 um durchschnittlich 25 Prozent des zulässigen Jahres-Primärenergiebedarfs angehoben.

Die ursprüngliche geplante zweistufige Verschärfung von 12,5 % zum 01.01.2014 und 01.01.2016 ist nunmehr in eine Stufe von 25 % ab 01.01.2016 geändert worden. Das deutsche Baugewerbe hält diesen Sprung für „noch machbar“.

“. Diese Anforderung gilt ab dem 1. Januar 2016. Es verbleiben somit 2 Jahre Zeit für eine weitere Optimierung von Bauprodukten und Konstruktionen. Gerade die Gebäudehülle leistet bei der Energieeffizienz einen erheblichen Beitrag. Damit die Verschärfung der Anforderungen nicht zu einem Investitionshemmnis wird plädiert der ZDB dafür, die Förderung durch KfW-Programme auch für den KfW70-Standard aufrecht zu erhalten.
Bei der Sanierung bestehender Gebäude ist keine Verschärfung vorgesehen. Bundesrat und Bundesregierung berücksichtigen damit Hinweise aus der Wirtschaft – so auch vom ZDB – den Wirtschaftlichkeitsaspekt solcher Anforderungen im Auge zu behalten. Die Anforderungen bei der Modernisierung von Außenbauteilen sind bereits jetzt sehr anspruchsvoll. Zu erwartende Energieeinsparpotentiale aus weiteren Verschärfungen bei Bestandsmaßnahmen hätten in keinem wirtschaftlichen Verhältnis zu den damit verbundenen Investitionskosten gestanden.

Durch die EnEV regelt der Gesetzgeber bautechnische Anforderungen die im Zusammenhang mit dem Energiebedarf von Gebäuden stehen. Anforderungen werden dabei u.a. zum Primärenergiebedarf, zur zulässigen Wärmedurchleitung der Gebäudehülle aber auch zu Heizungsanlagen getroffen. Diesbezügliche Werte werden in unterschiedlicher Höhe für Neubau- und Bestandsmaßnahmen vorgegeben.

Die Bundesregierung hatte am 16. Oktober entschieden, die vom Bundesrat geforderten Änderungen an der Novellierung der Energieeinsparverordnung (EnEV) zu übernehmen. Damit ist das Verordnungsgebungsverfahren abgeschlossen.