Einladung: Mittelstandssymposium am 26. April 2012 (u.a. mit Bundeswirtschaftminister Dr. Philipp Rösler)

Erstmals veranstaltet das deutsche Baugewerbe ein Mittelstandssymposium. „Trotz der in Sonntagsreden gerne zitierten Auffassung, dass der Mittelstand das Rückgrat der deutschen Wirtschaft sei, beobachten wir, dass der Bau-Mittelstand immer mehr zwischen die Räder der europäischen und der deutschen Gesetzgebung gerät, die ihm die Luft zu freiem Unternehmertum raubt.“

Erläuterte der Präsident des Zentralverbandes des Deutschen Baugewerbes, Dr.-Ing. Hans-Hartwig Loewenstein, den Anlass für die Tagung. der Zentralverband des Deutschen Baugewerbes vertritt als Spitzenverband der deutschen Bauwirtschaft die Interessen von rund 35.000 mittelständischen Bauunternehmen.

Das Mittelstandssymposium hat vier Themenschwerpunkte:

Im ersten Themenschwerpunkt geht Prof. Dr. Michael Voigtländer, Leiter des Kompetenzfeldes Immobilienökonomik am Institut der Deutschen Wirtschaft in Köln, auf den Strukturwandel der deutschen Bauwirtschaft ein. In seiner Zeitreise durch 60 Jahre Baugeschehen in Deutschland wird er die Bedeutung des Baugewerbes für die Bruttowertschöpfung herausarbeiten.

Der zweite Themenblock widmet sich der Beantwortung der Frage, was mittelständische Bauunternehmen am Erfolg hindert. Prof. Dr. Ralf-Peter Oepen, Geschäftsführender Institutsleiter des Betriebswirtschaftlichen Instituts der Bauindustrie in Düsseldorf, wird die gesetzlichen Rahmenbedingungen, wie z.B. das Steuerrecht, Arbeits- und Sozialversicherungsrecht, unter die Lupe nehmen. Die Beantwortung der Frage, inwieweit sich aus den gesetzlichen Rahmenbedingungen Wettbewerbsnachteile für gesetzes- und tariftreue Unternehmen ergeben, ist für die weitere Diskussion von zentraler Bedeutung.

Im dritten Themenblock geht es vor allem um die Perspektiven der mittelständischen Bauwirtschaft. Die Eröffnung übernimmt der Bundeswirtschaftsminister Dr. Philipp Rösler. Für Rösler sind Risiko- und Leistungsbereitschaft das, was den mittelständischen Unternehmergeist auszeichnet, den Fortbestand der Sozialen Marktwirtschaft sichert und den gesellschaftlichen Zusammenhalt in Deutschland gewährleistet.

Als zweiter Redner in diesem Themenbereich erläutert Prof. Dr. Tobias Just von der Universität Regensburg die Chancen für die deutsche Bauwirtschaft, die sich aus den Megatrends Demographie, Energiewende, Globalisierung und den Wirkungen der modernen Informations- und Kommunikationstechnologien ergeben.

Als dritter in diesem zukunftsorientierten Block zeigt Thomas Huber vom Zukunftsinstitut auf, was die Kunden von den Bauunternehmen erwarten. Dabei vertritt er die These, dass Handwerk in Zukunft immer mehr auch Kommunikationsleistung ist. Gerade in einer voll digitalisierten Welt gewinnt das Lokale an Attraktivität, das Beständige bietet gefühlte Sicherheit. Neben den großen Themen Bauen im Bestand, Wiederentdeckung der Qualität, Wiederaufwertung der städtischen Umfelder muss der Handwerker ein Profi im Umgang mit lokalen Medien werden, so sein Credo.

Abgerundet werden die Themenblöcke durch Diskussionsrunden mit jüngeren Bauunternehmern, die ihre Vision der Bauwirtschaft der Zukunft vorstellen.

Moderiert wird das Mittelstandssymposium von der bekannten Wirtschaftsjournalistin Dr. Ursula Weidenfeld.

Die Tagung beginnt um 10.00 Uhr und endet gegen 17.00 Uhr.

Tagungsort ist das Umweltforum Berlin, Pufendorfstraße 11, 10249 Berlin

Interessierte Kollegen und Kolleginnen sind herzlich zu der Tagung eingeladen!