Deutliche Umsatzverluste im 1. Quartal: Bauhauptgewerbe im März weiter ausgebremst; bisher gute Auftragslage hat Blessuren bekommen.

Die schlechte Witterung im März hat einen weiteren Tempoverlust in der Umsatzentwicklung des Bauhauptgewebes im Vergleich zum Vorjahr gebracht. Allerdings fielen die Verluste heftiger als erwartet aus. Die von den Verbänden des Bauhauptgewerbes jüngst bekräftigte Prognose zur Umsatzentwicklung in 2013 von + 2 % bleibt damit weiterhin sehr ambitioniert.

Der März brachte einen Einbruch bei der Bautätigkeit. So fielen die geleisteten Stunden im Tiefbau um fast 30 % und im Hochbau um gut 20 % hinter das Vorjahresergebnis zurück.

Daher blieb auch der Umsatz per März um 9,9 % hinter den Werten von 2012 zurück, wo noch 15 Mrd. Euro erzielt wurden. So waren es in diesem Jahr nur 13,7 Mrd. Euro. Der Rückstand in der Umsatzentwicklung fällt im von der Witterung besonders gezeichneten Tiefbau mit kumulativ minus 14,8 % nahezu doppelt so hoch aus wie zum Ende des Vormonats (per Februar noch minus 7,6 %). Aber auch der Hochbau hat beim Umsatz im März zweistellig verloren und kommt kumulativ auf minus 7,5 % (per Februar minus 2,3 %). Der Rückstand in der Umsatzentwicklung hat sich in allen Sparten im März weiter aufgebaut: Der Wohnungsbau liegt kumulativ mit 7,6 %, der Wirtschaftsbau mit 8,5 % und der öffentliche Bau mit 15,4 % zurück.

Auch die zu Jahresbeginn verzeichnete gute Auftragslage hat im März Blessuren bekommen. Während öffentlicher Bau und Wohnungsbau kumulativ zumindest fast noch das Vorjahresniveau erreichen, fiel der Wirtschaftsbau zum Vorjahr um mehr als 6 % zurück. Hier hat der Hochbau im März gut 20 % weniger Order gebracht als im Vorjahr.

Der Hauptgeschäftsführer des Zentralverbandes des Deutschen Baugewerbes, Felix Pakleppa, fordert angesichts der konjunkturellen Verlangsamung insbesondere von der öffentlichen Hand ihrer Verantwortung gerecht zu werden und im Straßen- und Tiefbau geplante Aufträge umgehend auszulösen. Mittelfristig sind ohnehin höhere Investitionen im Straßen- und Tiefbau, aber auch im Wohnungsbau zwingend notwendig. Pakleppa: „Straßen und Brücken sind teilweise in beklagenswerten Zustand. Der Wohnungsbau muss angesichts der steigenden Zuwanderungszahlen ebenfalls an Fahrt gewinnen. Hier muss die Politik die richtigen Impulse setzen.