Casimir Katz mit der Konrad-Zuse-Medaille für Informatik im Bauwesen ausgezeichnet

Prof. Dr.-Ing. Casimir Katz wurde im Rahmen des 11. Deutschen Obermeistertags mit der Konrad-Zuse-Medaille ausgezeichnet.

Mit der Konrad-Zuse-Medaille würdigt der Zentralverband des Deutschen Baugewerbes herausragende Leistungen im Bereich der Bauinformatik. Katz erhält den Preis für seine Verdienste zur Implementierung der Finite-Elemente-Methode auf Arbeitsplatzrechnern; ein Rechenverfahren, das heute als „Finite-Cell-Methode“ bekannt ist.

Reinhard Quast, Präsident des Zentralverbands des Deutschen Baugewerbes, hob die anwendungsnahe Forschung Katz‘ hervor. „Katz hat die Finite-Elemente-Methode für breite Kreise von Bauingenieuren erschlossen, die vorher keinen Zugang zu dieser innovativen Technologie hatten. In der Bauwirtschaft findet die Methode breite Anwendung bei statischen Berechnungen in Bauteilen und Gebäuden. So kommt sie auch bei der Tragwerksanalyse in den Prozessen der Bauwerksmodellierung zum Einsatz.“

Katz ist Geschäftsführer der SOFiSTiK AG, einem der führenden Softwarehersteller Europas für Berechnung, Bemessung und Konstruktion bei Bauprojekten weltweit. 1981 promovierte er zu einem symmetrischen Verfahren zur Berechnung von Problemen der Potential-, Scheiben- oder Plattentheorie mit Greenschen Funktionen. Nachdem er bereits von 2000 bis 2006 einen Lehrauftrag an der Universität Leipzig erhalten hatte, wechselte er 2006 an die Technische Universität München. Seit 2009 wirkt er als Honorarprofessor mit einem Lehrauftrag für Computational Mechanics.