Bundesleistungswettbewerb 2013: Fliesen-, Platten- und Mosaikleger

Eric Brie-Knöpfle (20) aus Löffingen (Baden-Württemberg) erkämpft sich die Goldmedaille im Fliesen-, Platten- und Mosaiklegerhandwerk. Die Silbermedaille geht an Volker Rosenberg (20) aus Berumbur (Niedersachsen). Bronze erringt Johannes Frei (20) Großkrotzenburg (Hessen).

Die Freude bei Eric Brie-Knöpfle war riesig. „Unglaublich, fast noch unwirklich. Es ist einfach toll, Deutscher Meiser zu sein, egal ob im Sport oder im Beruf.“ Der bei Adrion-Knöpfle GmbH in Löfflingen ausgebildete Geselle war ehrgeizig in den Wettbewerb gegangen, hatte aber aufgrund der anspruchsvollen Aufgabe nicht mit seinem Sieg gerechnet. Ebenfalls gut fühlte sich der Zweitplatzierte Volker Rosenberg nach der Siegerehrung. Der von Georg Ahrends in Norden ausgebildete Niedersachse hatte gehofft, weit nach vorne zu kommen. „Super, es hat geklappt!“ Überrascht zeigte sich Bronzemedaillengewinner Johannes Frei nach der Siegerehrung. „Wunderbare Erfahrung. Es war anstrengend, ich war erleichtert, als es vollbracht war. Aber es hat viel Spaß gemacht, weil alle engagiert mitgemacht haben!“ Frei wurde bei Norbert und Benjamin Mohn aus Hanau ausgebildet.

Die Fliesenleger verwandelten während des zweitägigen Wettbewerbs ihre Werkstatt in einen „Lokschuppen“. Das Kinderlied „Auf de schwäb'sche Eisebahne...“ stand Pate für das zu fliesende Motiv, eine Lokomotive mit Schienen. Das eingängige Lied von der schwäbischen Eisenbahn hat Biberach weithin bekannt gemacht. Bei der Aufgabe waren viele runde und diagonale Schnitte auszuführen – mit Blick auf die nächsten internationalen Berufswettbewerbe eine hochwertige Aufgabe.

„Heute sind alle Gewinner. Sowohl diejenigen, die sich dem Wettbewerb gestellt haben, als auch diejenigen, die heute Medaillen gewonnen haben. Der deutsche Bau-Nachwuchs ist bestens ausgebildet und für die Herausforderungen der Zukunft vorbereitet.“ Erklärte Klaus-Dieter Fromm, Vorsitzender des Berufsbildungsausschusses im Zentralverband Deutsches Baugewerbe, zum Abschluss der Wettbewerbe.

„Grundlage für den Erfolg ist das duale Ausbildungssystem, das am Bau noch durch die Unterweisung in den überbetrieblichen Ausbildungsstätten ergänzt wird. Insgesamt investiert die Branche ca. 600 Mio. Euro in die Ausbildung ihrer zukünftigen Facharbeiter. Um dieses System werden wir weltweit beneidet. Und dennoch ist es in Gefahr!“ Erläuterte Felix Pakleppa, Hauptgeschäftsführer Zentralverband Deutsches Baugewerbe, und fügte hinzu: „Wer die Meisterpflicht abschafft, schafft die Grundlage jeglicher Ausbildung ab. Langfristig werden qualifizierte Meister fehlen, die eine praxisorientierte Ausbildung vermitteln können.“

Sponsoren des 62. Bundesleistungswettbewerb waren folgende Unternehmen und Institutionen: BG BAU, Stabila und SOKA-BAU. Mapei unterstützte den Fliesenleger-Wettbewerb.