Bautätigkeit zieht im März an

Die schon im Vormonat zu beobachtende Belebung der Bautätigkeit hat sich im März weiter fortgesetzt. Ursächlich sind die milde Witterung einerseits und die anziehende Nachfrage andererseits. Gerade der letztgenannte Aspekt macht den Unterschied zum Vorjahr aus.

Die Geschäftslage wird im Wohnungsbau und Gewerbebau weiter überwiegend als „gut“ beurteilt. Im öffentlichen Bau bleiben die Beurteilungen insbesondere zum Tiefbau verhalten, während sich im öffentlichen Hochbau Verbesserungen andeuten.

Die Unternehmen sehen in den kommenden Monaten einer zunehmenden Geschäftsentwicklung entgegen. Die erwartete Preisentwicklung für Bauleistungen hält mit diesen Erwartungen allerdings nicht Schritt. Hier werden per Saldo kaum Möglichkeiten gesehen, steigende Preise am Markt durchzusetzen.

Die Auftragsbestände legten im Hochbau um einen halben Monat auf nun 3 Monate zu. Für den Tiefbau werden nun gut 2 Monate gemeldet, ca. 0,3 Monate mehr als im Februar.

Die anziehende Bautätigkeit spiegelt sich auch bei der Geräteauslastung wieder. Im Hochbau werden nach ca. 60 % im Vormonat nun gut 65 % gemeldet, gegenüber dem Vorjahr ein Anstieg um fast 10 %-Punkte. Für den Tiefbau werden im März 2016 gut 60 % gemeldet; ca. 3 %-Punkte mehr als im Vorjahr.

Die Investitionstätigkeit bleibt überwiegend auf Ersatzbeschaffung konzentriert. Die nachhaltige Belebung im Wohnungsbau lässt Unternehmen vermehrt über Erweiterungen ihrer Produktionskapazität nachdenken. Der Fachkräftemangel setzt einer Ausweitung der Kapazitäten allerdings auch Grenzen, sodass auch Rationalisierungsinvestitionen verstärkt in Betracht kommen.