Gute Geschäftslage im September hält Investitionsneigung hoch; Eintrübungen bei den Geschäftserwartungen

Die an der Schnellumfrage zur Konjunkturentwicklung teilnehmenden Unternehmen des ZDB bewerten ihre Geschäftslage wie in den Vormonaten überwiegend mit „gut“. Einige Abstriche wurden im September beim gewerblichen Bau und wie schon in den Vormonaten beim öffentlichen Hochbau gemacht. Die öffentliche Hand konzentriert sich offensichtlich gegenwärtig stark auf Investitionen im Tiefbau.

Festzustellen ist, dass die gegenwärtige Lage besser bewertet wird, als die Nachfrageentwicklung und die Aussichten für die kommenden Monate. So gingen zur Nachfrageentwicklung - die überwiegend als unverändert und damit „gut“ bewertet wurde - in allen Bausparten mehr Meldungen zu einer rückläufigen Tendenz ein, als in den Vormonaten. Dementsprechend fielen die Meldungen zu den kurzfristigen Erwartungen zur Geschäftsentwicklung auch verhaltener aus, als zuvor. So bleiben die Erwartungen für die nächsten drei Monate zur Geschäftsentwicklung unverändert („gut“). Die „abnehmenden“ Erwartungen sind aber stärker ausgeprägt, als die „zunehmenden“.
Trotz dieser Eintrübungen bleibt die Kapazitätsauslastung hoch und damit auch die Investitionsneigung. Im Hochbau hält die Kapazitätsauslastung bei 75 %, im Tiefbau bei 70 %.

Die Auftragsbestände haben im Hochbau etwas nachgegeben, von 3,5 Monaten auf ca. 3 Monate. Im Tiefbau halten sie bei 2,5 Monaten.

Der schon seit gut einem Jahr konstatierte Fachkräftemangel ist besonders bei den Facharbeitern ausgeprägt. Die gute Auslastung der Branche hat offensichtlich nicht dazu geführt, dass sich das Zahlungsverhalten der Auftraggeber verbessert hat. So nehmen unter den Meldungen zu den Baubehinderungen die Meldungen zu Zahlungsverzögerungen der Auftraggeber den „zweiten Platz“ nach dem Fachkräftemangel ein.