Baukonjunktur Januar 2014: Guter Start in das Baujahr 2014

Anders als im Vorjahr haben die Bauunternehmen im Januar auf breiter Front die Bautätigkeit aufgenommen. Möglich machte das zum einen die sehr milde und trockene Witterung. Zum anderen bestanden aus dem Vorjahr noch hohe Auftragsbestände. Diese lagen im Hoch- und Tiefbau um etwa einen halben Monat über dem Vergleichswert des Vorjahres.

So verwundert es nicht, dass die Umsätze im Bauhauptgewerbe insgesamt um mehr als 20 % über den Januarwerten des Vorjahres abschließen (+21,8 %). Die auch aus unseren Umfragen erkennbare gute Stimmungs- und Geschäftslage manifestiert sich zudem in weiter steigenden Auftragseingängen bei insgesamt +12,3 % gegenüber dem Vorjahreswert.
In den Bausparten zeichnet sich folgende Entwicklung ab:

Mit fast 1,8 Mrd. € ist im Wohnungsbau gegenüber dem Vorjahr (1,5 Mrd. €) als auch gegenüber dem Januar 2012 (1,6 Mrd. €) eine deutliche Steigerung im Umsatz zu verzeichnen. Die Steigerung gegenüber dem Vorjahr liegt bei +22 %. Das aus den Frühindikatoren erkennbare Potential zum Jahresende 2013 (Baugenehmigungen + 11 %, Auftragseingänge +6 % und ein Polster von +4 % bei den Auftragsbeständen) konnte produktionsseitig gut genutzt werden. Zudem deutet die aktuelle Entwicklung bei den Ordern (Januar 2014 +10 %) wie prognostiziert auf weiteres Wachstumspotential hin. (Jahresprognose Wohnungsbau steht bei +5 %)

Auch im Wirtschaftsbau ist mit einem Plus von ca. 16% eine deutliche Steigerung gegenüber dem Vorjahr zu verzeichnen. Auch hier hatten die Auftragsbestände zum Jahresende mit +11 % Potential für den Start in das Baujahr 2014 angezeigt. Hinzu kommt, dass die Umsatzbasis aus dem Vorjahr witterungsbedingt sehr niedrig ausgefallen war. So wird im Tiefbau mit einem Plus von 19 % das Minus aus dem Vorjahr ausgeglichen. Mit einem Auftragsplus von gut 26 % deutet sich zudem hoffentlich der von den Forschungsinstituten prognostizierte Aufschwung an. Jedenfalls liegen die Order mit fast 1,9 Mrd. € deutlich höher als in den Vorjahren. Dabei fallen die Order im Wirtschaftstiefbau mit nahe +36 % besonders deutlich aus, aber auch der anteilig stärkere Wirtschaftshochbau kann mit +21 % deutlich punkten. (Jahresprognose Wirtschaftsbau steht bei +2,5 %)

Mit +31,5 % verzeichnet der öffentliche Bau ein besonders deutliches Plus beim Umsatz. Hier kommt zum Tragen, dass der öffentliche Bau stark vom Tiefbau geprägt ist und dieser im Vorjahr besonders stark von der Witterung gekennzeichnet war (-17 %). Der öffentlichen Bau verzeichnet im Auftragseingang im Januar ein Minus von 4,5 %, das aus dem Tiefbau mit einem Minus von 9,8 % herrührt. Zwar war der Vorjahreswert recht hoch, gleichwohl starten wir mit einem Rückstand ins Jahr. Für den Bund als Auftraggeber ist hier auf die vorläufige Haushaltsführung zu verweisen, da bisher keine abgeschlossene Planung für 2014 vorliegt. (Jahresprognose Umsatz öffentlicher Bau +3,5 %)

Die Beschäftigung liegt mit 720.825 um knapp 7.000 Beschäftigten über dem Vorjahr (+1%).