Baukonjunktur im September: Sichtbare Belebungsimpulse im Tiefbau

Neben der weiterhin als „sehr gut“ beurteilten Geschäftslage im Wohnungsbau, sticht die weiter verbesserte Beurteilung für den Bereich Straßen- und Tiefbau in der Konjunkturumfrage zum September bei den Mitgliedsunternehmen im Verbandsbereich des Zentralverbandes des Deutschen Baugewerbes heraus.

Den dritten Monat in Folge wird hier eine Trendverbesserung sichtbar.

Für den gewerblichen Bau und öffentlichen Hochbau hielt das Beurteilungsniveau aus dem Vormonat. Für den gewerblichen Bau bedeutet das ein „Gut“ bis „Befriedigend“, für den öffentlichen Hochbau bleibt die Beurteilung bei „Befriedigend“ stehen.

Die insgesamt positive Beurteilung der Geschäftslage spiegelt sich bei der Auslastung und in den Auftragsbeständen wider. Die Auslastung ist um 5 %-Punkte sowohl im Hochbau (von gut 70 % auf 75 %) als auch im Tiefbau (auf knapp 75 %) gestiegen.

Dabei haben die Auftragsbestände ihr Niveau mindestens gehalten; im Hochbau bei 3 Monaten und im Tiefbau bei 2,5 Monaten.

Angesichts der nachhaltig erreichten hohen Auslastung bleibt die Investitionstätigkeit ausgeprägt; überwiegend in Ersatzbeschaffungen. Der hohen Baunachfrage steht ein nicht adäquat mitwachsendes Angebot an Arbeitskräften gegenüber. Obwohl bereits im letzten Jahr ein deutlicher Bedarf an weiteren Arbeitskräften bestand, hat die Nachfrage noch einmal erkennbar zugelegt.

Trotz anhaltend hoher Nachfrage, sehen die Unternehmen kaum Möglichkeiten zu Preisanpassungen.