Baukonjunktur im Juni: Trenderwartungen zum Sommer gefestigt

Die Umfrage zur Konjunkturentwicklung bei den Mitgliedsverbänden des ZDB zum Juni 2016 zeigt ein gefestigtes Bild zur Geschäftslage und den Erwartungen. Unbefriedigende Urteile zur Geschäftslage oder abnehmende Geschäftserwartungen sind in allen Sparten nur vereinzelt vertreten.

Prägend bleibt die gute Lagebeurteilung im Wohnungsbau. Hier wird auch für die kommenden Monate eine nachhaltige Entwicklung erwartet. Überwiegend positiv fallen auch die Meldungen zum Wirtschaftsbau und Straßenbau aus. Nur eher befriedigend wird die Lage im öffentlichen Hochbau beschrieben.
Gegenüber dem Vormonat, aber noch deutlicher gegenüber dem Vorjahr, ist die Bautätigkeit im Wohnungsbau gestiegen. In den anderen Sparten hält sich die Intensität auf dem Vormonatsniveau.

Die Geräteauslastung hat dadurch insgesamt auch nicht weiter zugenommen. Im Hochbau liegt sie nun wieder bei gut 65 % (Vormonat 70 %), im Tiefbau bleibt es bei 65 %. Die Beschäftigung ist etwas ausgeweitet worden.

Die Auftragsbestände werden im Wohnungsbau weiter als groß beschrieben, in den anderen Sparten als „ausreichend“. Die Auftragsbestände halten das Niveau aus dem Vormonat; bei 3 Monaten im Hochbau und 2,5 Monaten im Tiefbau.

Die Bautätigkeit wurde im Juni deutlich durch Witterungseinflüsse behindert. In weiten Teilen kam es zu heftigen Gewittern, in vielen Gebieten begleitet von sehr hohen, teilweise auch katastrophalen Niederschlagsmengen. Ein Fachkräftemangel wird weiter konstatiert.

Die Investitionstätigkeit ist deutlich ausgeprägter als vor einem Jahr, vorwiegend aber auf Ersatzbeschaffung konzentriert.