Baufertigstellungen 2013

Im Jahr 2013 wurden in Deutschland mit ca. 215.000 Wohnungen ca. 14.350 Wohnungen mehr errichtet als 2012 (+7,2 %).

Nach den Daten des Statistischen Bundesamtes vom 1. Juli 2014 wurden im Jahr 2013 insgesamt 214.817 Wohneinheiten (WE) errichtet. Hierbei sind alle Baumaßnahmen im Neubau und Bestand im Wohn- und Nichtwohnungsbau berücksichtigt. Dies entspricht einem Zuwachs um 14.351 WE (+7,2 %) gegenüber 2012. Im Jahr 2009 wurde mit 158.987 Wohneinheiten das niedrigste Fertigstellungsniveau seit der Wiedervereinigung markiert. Nimmt man das Jahr 2010 zur Basis, sind die Wohnungsfertigstellungen innerhalb von drei Jahren um gut ein Drittel gestiegen. Allerdings lagen die Fertigstellungen damit auch in 2013 weiter unter dem benötigten Gesamtsoll von etwa 250.000 WE, die auch das Bauministerium für notwendig erachtet.
Das Delta zwischen Baugenehmigungen und Baufertigstellungen hat sich weiter aufgebaut. (siehe Abbildung)

Ergebnis des unzureichenden Wohnungsneubaus sind nunmehr regionale Knappheiten vor allen Dingen in Ballungsräumen. Mangel herrscht an preiswerten Wohnungen. Wichtig ist also die Rahmenbedingungen für den Mietwohnungsneubau für mittlere und niedrige Einkommen insbesondere in Metropolregionen zu verbessern. Offensichtlich beseitigt der Markt nicht von allein das Angebotsdefizit in diesem Bereich. Das Verhältnis zwischen Baukosten und in diesem Segment erzielbaren Mieten ist nicht mehr rentabel.

Was ist also zu tun? Es müssen schlichtweg mehr Wohnungen gebaut werden. Ohne politische Impulse wird dies nicht gehen. Ein solcher Anreiz ist die Erhöhung der linearen AfA von zwei auf vier Prozentpunkte. Sie ist auch notwendig, weil die moderne und umfangreiche Gebäudeausstattung nur eine Lebensdauer von 25 Jahren oder weniger aufweist.