75.332 Betriebe im Bauhauptgewerbe in Deutschland

Nachdem die Zahl der Betriebe in der konjunkturellen Aufschwungphase bis zum Jahr 2000 auf über 80.000 gestiegen war, ging die Zahl der Betriebe in einem kapazitiven Anpassungsprozess bis 2010 kontinuierlich zurück. Seit 2011 werden wieder steigende Betriebszahlen registriert.

Von besonderem Gewicht sind nach der Gewerkegliederung die Betriebe der Dachdeckerei und Zimmerei, des Baus von Gebäuden und der Tiefbau. Nach der Anzahl der Betriebe vereinigen diese Gewerke 70%, nach der Zahl der Beschäftigten 80 % auf sich.
Die Größenklassenstruktur der Unternehmen hat sich in den letzten Jahren praktisch nicht verändert. Drei Viertel der Unternehmen haben weniger als 10 Beschäftigte. Die Struktur des Bauhauptgewerbes in Deutschland ist kleinteilig. Immer noch gilt, dass 90 % der Betriebe weniger als 20 Beschäftigte und 97 % weniger als 50 Beschäftigte haben.

Ein Zerfallen der Bauunternehmen in immer kleinere Einheiten („Atomisierung“), wie sie bis 2005 zu beobachten war, findet in den letzten Jahren nicht mehr statt. Bei einer tendenziell wieder leicht steigenden Anzahl der Unternehmen von knapp 74.000 in 2009 auf ca. 75.300 in 2013 hat sich die Anzahl der Unternehmen in der kleinsten Größenklasse stabilisiert, die anderen verzeichnen leichtes Wachstum oder Stabilisierung.

Nimmt man die Eintragungen in die Handwerksrolle zur Basis, so gehören 72 % der Betriebe zum Handwerk. Der Anteil der in diesen Betrieben Beschäftigten liegt bei 77 %. Die Masse der Marktakteure stammt also aus dem Handwerk. Das Handwerk stützt maßgeblich die Beschäftigung.



Es ist zu beachten, dass mit der Totalerhebung 2009 die Wirtschaftszweignomenklatur umgestellt wurde (von WZ 2003 auf WZ 2008). Wegen der dabei vollzogenen Teilumgliederung einiger Abschnitte ist die Vergleichbarkeit mit Vorjahren nicht mehr hundertprozentig gegeben.