Innovationspreis 2015: „Hervorragende Ideen und hohe Qualitätsmaßstäbe“

Zum zweiten Mal hat der Fachverband Fliesen und Naturstein (FFN) im Zentralverband des Deutschen Baugewerbes den Innovationspreis ausgelobt. 19 Zuliefererfirmen des Fliesenlegerhandwerks hatten sich mit 31 neuartigen Produkten und Verfahren am Innovationspreis 2015 beteiligt. Im Rahmen der 17. Sachverständigentage 2015 wurden am 3. November 2015 in Fulda drei Preisträger gewürdigt.

Mit dem Innovationspreis wurden ausgezeichnet:

    · das BDC-System von Mapei GmbH und

    · der digital bedruckte Hohlkehlsockel der V&B Fliesen GmbH.

    · Das Wandablaufsystem „CeraWall“ für bodengleiche Dusche der Dallmer GmbH & Co. KG bekam den Sonderpreis Architektur.


Der Innovationspreis zeichnet neuartige Produkte und Verfahren aus, die für die zukünftige Anwendung von Naturstein und Keramik von Bedeutung sind und in diesem Bausegment neue, zukunftsweisende Anwendungsmöglichkeiten erschließen.

Die Jury bestand aus den Vorsitzenden der Verbände des Handels, der Hersteller und der Verarbeiter im Fliesenlegerhandwerk: Michael Zink, Vorstandsvorsitzender des Bundesverbandes des Deutschen Fliesenfachhandels e.V., Michael Wester, Vorsitzender des Bundesverbandes Keramische Fliesen e.V., und Karl-Hans Körner, Vorsitzender des Fachverbandes Fliesen und Naturstein im Zentralverband des Deutschen Baugewerbes. Juryvorsitzender war der Hamburger Architekt Volker Bastian, Direktor im Baumanagement der Architekten gmp Gerkan, Marg und Partner.

„Alle Einsendungen zeichneten sich durch hervorragende Ideen, hohe Qualitätsmaßstäbe sowie ansprechende Produktpräsentationen aus. Dafür danken wir allen Einreichern, die uns somit keine leichte Aufgabe gestellt hatten. Am Ende überzeugten uns die drei ausgewählten Preisträger besonders im Sinne der innovativen Weiterentwicklung des Fliesenlegerhandwerks durch kreative Konstruktionsansätze und variantenreiche Verwendungsmöglichkeiten, die zeitgemäße technische Anforderungen erfüllen können“, so Volker Bastian nach der Jurysitzung.

„Mit dem Innovationspreis wollen wir aufzeigen, dass unsere Branche von Innovationen geprägt ist. Wir sind zwar ein altes Handwerk, können aber seit je her auf viele Produkt- oder Dienstleistungsinnovationen unserer Zulieferer zurückgreifen. Das wollen wir vorstellen, denn unsere Branche entwickelt sich stetig weiter. Nur so können wir auch die steigenden Anforderungen unserer Kunden nach optimalen Lösungen für ihre Bauvorhaben gerecht werden“, so FFN-Vorsitzender Karl-Hans Körner.

Weitere Informationen zu den ausgezeichneten Innovationen:

BDC-System von Mapei GmbH:

Bei dem MAPEI BDC-System handelt es sich um ein wasserableitfähiges Verbundsystem zum Einsatz als Boden für Balkone und Terrassen, bestehend aus zementären Tragstegen, welche über ein Maschennetz miteinander verbunden sind. Diese Stege tragen später den eigentlichen Nutzbelag. Gleichzeitig ermöglichen die durch sie gebildeten Rillen und die so entstandene Kanalstruktur die rasche, sichere Ableitung von in die Konstruktion eingedrungenem Wasser. Die Verlegung des Nutzbelages erfolgt, wie von anderen Ausführungsvarianten her bekannt, mit einem schnell reagierenden, kunststoffvergüteten Klebemörtel. Abweichend zu gängigen Verlegeverfahren kommt beim MAPEI BDC-System die „Buttering-Methode“ mit Auftrag des Klebemörtels auf den Belagsrückseiten zur Anwendung. Die entsprechend präparierten Belagselemente werden auf die Tragstege aufgesetzt und leicht schiebend platziert. Abschließend erfolgt die Verfugung der Beläge mit einem auf das jeweilige Belagsmaterial abgestimmten, ebenfalls kunststoffvergüteten Mörtel. Die entscheidenden Vorteile des neuen MAPEI BDC-Systems sind die dauerhaft hohe Drainleistung sowie die gute Trocknungsbedingungen durch die klimatisierende Wirkung des großen Luftvolumens unterhalb der Nutzbeläge. Die gute Haftung der Verlegewerkstoffe und der Verzicht auf nachgiebige Zwischenschichten erlauben einen zuverlässigen, schadensfreien, vertikalen Lastabtrag.

Digital bedruckte Hohlkehlsockel der V&B Fliesen GmbH:

Mit der Einführung von Hohlkehlsockeln im Design der Grundfliesen kann die V&B Fliesen GmbH als erster Hersteller ein vollständiges Objektsortiment anbieten, das in Funktionalität und Design den Ansprüchen von Architekten und Bauherren gerecht wird. Räume werden zunehmend durchgängig in einem festgelegten Designkonzept gestaltet. Dabei sind die Ansprüche an die Gestaltung von halb- und nichtöffentlichen Bereichen gestiegen. Die leichte Wartung und Pflege der dauerelastischen Wandanschlussfuge hat inzwischen zu einer vermehrten Verwendung von Hohlkehlsockelformteilen geführt. Diese wird bei liegender Verlegung der Hohlkehlsockel aus dem unmittelbaren Nassbereich (um 15 mm) herausgehoben, wodurch sich ihre Lebensdauer merklich verlängert. Weiterhin lässt sich der, durch die Hohlkehle, gerundete Boden-Wand-Übergang einfacher und gründlicher reinigen. Gerade in Anwendungsbereichen wie Großküchen, Schwimmbädern, Wellnessanlagen und anderen Dauernassbereichen, in denen keramische Fliesen das favorisierte Material sind, kann Villeroy & Boch Fliesen mit den digital bedruckten Hohlkehlsockeln punkten. Außerdem erfüllen die Hohlkehlformteile die Voraussetzungen für nachhaltiges Bauen nach LEED, DGNB und BREEAM.

Ablaufsystem „CeraWall“ für bodengleiche Duschen der Dallmer GmbH + Co. KG:

Die direkt an der Wand eingebaute Duschrinne „CeraWall“ für bodengleiche Duschen der Dallmer GmbH + Co. KG setzt neue Maßstäbe, um die gestiegenen Kundenwünsche zu erfüllen. Sie ist optimal bei Sanierungen, da sie individuell in der Länge, also millimetergenau an die baulichen Gegebenheiten anpassbar ist. Mit CeraWall ist ein Raumgewinn möglich, da sie ohne Vorwandinstallation auskommt. Einfachste Handhabung beim Einbau durch optimal abgestimmte Systemkomponenten. Es sind keine Stemmarbeiten in der Wand erforderlich. Das System bietet Schallschutz durch werkseitige mitgelieferte Entkopplungselemente, bei Einbau mit optionalem Schallschutzelement geeignet zur Erfüllung der erhöhten Schallschutzanforderungen nach DIN 4109 und VDI 4100. Langzeit-Schutz der Wandabdichtung erfolgt durch das werkseitig mitgelieferte, selbstklebende Sicherheitsband S 3 mit Schnittschutzarmierung aus Edelstahl. Durch die Verlegung des Quergefälles in Schiene bzw. Profil entfällt der Gefälleschnitt in den Fliesen. Ein fugenreduzierter Einbau durch den Einsatz großformatiger Fliesen ist möglich. Die leicht zugänglichen Ablaufbereiche und der herausnehmbare Geruchverschluss reduzieren den Reinigungs- und Pflegeaufwand. CeraWall sorgt durch abgeschlossene Teilarbeiten für deutlich weniger Planungs- und Koordinationsaufwand bzw. Abstimmungsbedarf zwischen den Gewerken. Die wasserableitende Einheit (Ablaufprofil/-schiene) liegt bei CeraWall komplett oberhalb der Verbundabdichtung. CeraWall ermöglicht dem Fliesenfachmann eine einfache, sichere Anbindung an die Wand- und Flächenabdichtung, die nur noch am Ablaufgehäuse erfolgt.

Fotos von der Preisverleihung sowie das Signet des Innovationspreises können bei Frau Küttner, 0171/1406975 oder kuettner@kuettner-kommunikation.de, angefordert werden.

Bildunterschriften:

FFN-Innovationspreis 2015 alle Preisträger:

FFN-Vorsitzender Karl-Hans Körner (v.l.) mit Sebastian Diener (m.), Produkmanagement Architektur bei Villeroy & Boch Fliesen GmbH, Dr. Thomas Gruber (m.), Geschäftsführer der MAPEI GmbH DE, Helmuth Dallmer (m.), Geschäftsführer der Dallmer GmbH + Co. KG, und FFN-Geschäftsführer Rudolf Voos.

FFN-Innovationspreis 2015_Preisträger Mapei:
Übergabe der Urkunde durch Karl-Hans Körner (l.), FFN-Vorsitzender, an Dr. Thomas Gruber (m.), Geschäftsführer der MAPEI GmbH DE, mit FFN-Geschäftsführer Rudolf Voos.

FFN-Innovationspreis 2015_Preisträger VB Fliesen: Übergabe der Urkunde durch Karl-Hans Körner (l.), FFN-Vorsitzender, an Sebastian Diener (m.), Produkmanagement Architektur bei Villeroy & Boch Fliesen GmbH, mit FFN-Geschäftsführer Rudolf Voos.

FFN-Innovationspreis 2015_Preisträger Dallmer:
Übergabe der Urkunde durch Karl-Hans Körner (l.), FFN-Vorsitzender, an Helmuth Dallmer (m.), Geschäftsführer der Dallmer GmbH + Co. KG, mit FFN-Geschäftsführer Rudolf Voos