Von Januar bis Juni 2014 wurde in Deutschland der Bau von 136.800 Wohnungen genehmigt.

Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) aktuell mitteilt, waren das 9,6 % oder 12.000 Wohnungen mehr als im ersten Halbjahr 2013. Damit setzt sich auch im 1. Halbjahr 2014 die positive Entwicklung weiter fort. Der Anstieg ist auf die Zunahme bei den Mehrfamilien-häusern (+ 12,8 %) zurückzuführen.

Die Baufertigstellungen im Wohnungsneubau haben sich seit 2011 sichtbar erhöht. Eine Entwicklung, die mehrere Ursachen hat. Zunächst ist die angesprungene Neubautätigkeit Folge der unzureichenden Bedarfsdeckung der Jahre seit 2006. Der Wohnungsneubau fand in den Jahren 2006 bis 2010 fast ausschließlich im Bereich der Bestandssanierungen statt. Demgegenüber fielen die Fertigstellungen im Wohnungsneubau allein in den Jahren 2006 bis 2009 um 40 % ab.
Ergebnis des unzureichenden Wohnungsneubaus sind nunmehr regionale Knappheiten vor allen Dingen in Ballungsräumen. Diese Räume erfahren einen starken Zuzug, der sich auf steigende Beschäftigung und wachsende Studentenzahlen in diesen Regionen gründet. Der anhaltende Aufwärtstrend im Wohnungsneubau fußt neben dem Nachholbedarf auf robusten Arbeitsmarktdaten und steigenden Einkommen.